Vereinsausflug zum Mural Harbor in Linz
Der Gebärdensprach Kulturverein Salzkammergut organisierte einen Vereinsausflug nach Linz, um die Graffiti- und Street-Art-Galerie Mural Harbor zu besuchen. Das Gelände zählt zu den größten zusammenhängenden Graffiti- und Street-Art-Galerien Europas.
Es gab zwei Treffpunkte:
Der erste Treffpunkt war beim ÖBB-Infopoint. Dort trafen sich bereits 21 Personen. Angemeldet waren ursprünglich nur 14 Personen, die restlichen Teilnehmer kamen kurzfristig oder ohne Anmeldung dazu.
Der zweite Treffpunkt war beim gelben Container am Eingang des Mural Harbor. Dort warteten weitere 9 Personen auf die Gruppe.
Insgesamt nahmen 30 Personen am Ausflug teil, darunter ein Gast. Nach der Begrüßung begann um 10 Uhr die interessante Führung durch das Gelände des Mural Harbor. Das Areal befindet sich auf dem Privatgelände der Energie AG.
Während der Führung erfuhren wir viele spannende Informationen über die beeindruckenden Wandgemälde. Ein besonders großes Kunstwerk mit einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern wurde von einem Künstler aus der Steiermark gestaltet. Er arbeitete etwa zwei Monate daran und verbrauchte dafür rund 978 Spraydosen.
Es gab auch kleinere Kunstwerke. Ein Wandbild wurde mithilfe einer Schwammtechnik innerhalb einer Woche gestaltet. Eine Stahltür mit griechischer Schrift wurde dagegen in nur etwa zehn Minuten besprüht.
Besonders beeindruckend war das Porträt einer 19-jährigen Frau mit einem leuchtenden Gesicht. Für dieses Kunstwerk benötigte der Künstler nur einen Tag.
Ein weiteres Graffiti wurde mit einer Farbwalze gestaltet. Es bestand lediglich aus zwei Farben und zeigte ein eindrucksvolles Gesicht.
Sehr bekannt ist auch das Kunstwerk „Die blaue Elise“. Dahinter befindet sich die rosafarbene Aufschrift „Das bin ich nicht“. Dieses Werk zählt zu den ersten Graffiti im Mural Harbor und trug dazu bei, dass sich die Graffiti-Kunst auf dem Gelände immer weiterentwickelte.
Außerdem erzählte uns der Guide die Geschichte eines versenkten Schiffes in der Donau. Der Besitzer hatte das Schiff vernachlässigt und wollte die Kosten für die Bergung nicht übernehmen.
Heute umfasst das gesamte Gelände rund 600 Graffiti- und Street-Art-Kunstwerke.
Nach der Führung gingen wir in den Hafenpark und stiegen auf den Aussichtsturm. Von dort aus genossen wir einen wunderschönen Blick über das gesamte Hafengebiet. Natürlich machten wir auch ein gemeinsames Gruppenfoto.
Nach etwa einer Stunde verabschiedete sich ein Teil der Gruppe und ging zum Mittagessen. Am Nachmittag besuchten wir anschließend das Grillfest des LGKS 1938 und feierten gemeinsam weiter.
Es war ein wunderschöner Vereinsausflug mit vielen interessanten Eindrücken, guter Stimmung und einem gemütlichen Beisammensein.